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Anna Chii

Lyrik und Texte zur Kritik sexistischer Gewaltverhältnisse

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Reader

Lyrik und Texte zur Kritik sexistischer Gewaltverhältnisse
- Reader mit allen im folgenden einzeln aufgeführten Texten -
als PDF (B6) und als ODT-Version.



Lyrik

Bankert-Gesänge - Gossics, Lyrik aus Traufe und Rinnstein
- Lyrik über die Kastration von Männern, die Tötung des Kanzlers, die Verletzungen durch sexistische Gewalt und andere Dinge -
als HTML, als EPub, als PDF (Format B6 zum Lesen auf dem Bildschirm), als PDF (Format A4) und als ODT.


Texte

Wider die (Be)Zeichnungsweisen des Geschlechts
- Die Dekostruktion der phalischen Ordnung setzt die Dekonstruktion des Mythos der heterosexuellen Geburt voraus -
Als Vatertochter im männlichen Geschlecht,
die Tochter, lesbischer Muttersohn,
hielt sie mit Lust den leeren Spiegel,
der eben noch voller leuchtender Bilder war,
dem Vater und der Mutter zum Gedenken.
-
als HTML, als PDF (Format B6 zum Lesen auf dem Bildschirm), als PDF (Format A4) und als ODT.


Monster
- Auch die Utopie ist zuerst einmal monströs -
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Erstausgabe 2001
Anarchistische Texte für das 21. Jahrhundert
HerausgeberInnengemeinschaft
Paula & Karla Irrliche
Seit 2001



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Dekonstruktion & Feminismus











Copyright für alle hier publizierten Texte von Anna Chii: CC 00



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Zuletzt aktualisiert 30.10.2014



Feminismus, Dekonstruktion. Lyrik und Feministische Theorie von Anna Chii auf den Seiten der HerausgeberInnengemeinschaft Paula und Karla Irrliche Texte über; Feminismus Antisexismus antisexistisch Poststrukturalismus Julia Kristeva Luce Irigaray Jaques Jacques Lacan Judith Butler Feministische Theorie schwul lesbisch Sexuelle Gewalt Kindesmißbrauch Queer Familie Kinder Michel Foucault



















Dekonstruktion & Feminismus


Die Dekonstruktion des bürgerlichen Subjektes,
die Dekonstruktion von Geschlecht,
die Dekonstruktion der Biologie,
die Dekonstruktion der sexuellen Orientierung,
die Dekonstruktion des Leistungsprinzips,
die Dekonstruktion der Dekonstruktion,
was hat das mit Feminismus zu tun?

Die Dekonstruktion des heterosexistischen Wahrnehmungsrasters der Realität ist Feminismus, auch die Dekonstruktion einer heterosexistischen Biologie ist Feminismus.
Der Feminismus muß zuerst die patriarchalen Realitätssetzungen zerstören, Dekonstruktion ist hier ein Mittel. Erst auf dieser Grundlage kann der Feminismus zu einer Kritik der sexistischen Gesellschaftsstrukturen kommen, die nun nicht mehr als natürlich, sondern als kulturell gewordene, erkannt werden können.

Die Dekonstruktion auf die Dekonstruktion anzuwenden ist dann im Sinne der Dekonstruktion nur konsequent.
Das der Feminismus die Dekonstruktion also auf den Feminismus anwendet zeigt nicht die Schwäche des Feminismus, sondern die Stärke des Feminismus und die Bereitschaft des Feminismus für Veränderungen auch Risiken einzugehen. Dekonstruktion des Feminismus bedeutet auch nicht ihn aufzulösen, sondern der Feminismus wird sich dadurch selbst verständlich. Die Dekonstruktion des Feminismus führt also von einem Feminismus, der auf unbewußten Ausschlüssen und Identitätslogiken basiert, zu einem Feminismus, der in der Lage ist mit den eigenen Vermachtungen kritisch umzugehen.

Aus einer herrschaftskritischen Perspektive kommt der Feminismus durch seine Dekonstruktion also der eigenen herrschaftskritischen Zielsetzung näher. Das bedeutet aber auch, daß sich der Feminismus kritisch zur eigenen Machtakkumulation verhält und dadurch Macht einbüßt. Als Bewegung gegen Macht stärkt die Dekonstruktion aber den Feminismus. Darum sollten Dekonstruktion und Feminismus gestärkt werden.


Anna Irrliche, 2008